2. August 2020
Achtzehnter Sonntag im Jahreskreis
Jahr A
Auf den todbringenden Hass derer, die das Leben nehmen, antwortet Jesus mit der Liebe seiner Ganzhingabe. Dieses Brot des Lebens sättigt uns wirklich.
Nichts, so schreibt der Apostel Paulus, kann uns scheiden von der Liebe Christi. Diese Liebe zeigt sich in den Werken, die Jesus tut. Kurz vor der Perikope des heutigen Evangeliums erzählt Matthäus von den Enthauptung Johannes des Täufers durch Herodes. In Kontrast zu dieser todbringenden Macht eines weltlichen Herrschers stellt Matthäus die lebenbringende Macht der Werke Jesu. Das Wunder von der Brotvermehrung weist voraus auf die Hingabe Jesu am Ende seines irdischen Lebens. Auf die todbringende Macht derer, die ihn zum Tode verurteilen, antwortet Jesus mit der lebenbringenden Hingabe seines eigenen Lebens. Was wir zum Leben brauchen, ist, neben dem Brot als Speise für den Leib, die Liebe, die Jesu Selbsthingabe uns schenkt. Die Jünger geben das Wenige, das sie haben. Jesus gibt sein Leben ganz hin. So erhält die Menge alles, was sie braucht. Das Wenige, das in der Liebe gegeben wird, mit einer Haltung, die darauf abzielt, die Logik des Hasses und der Gewalt umzustoßen, sättigt wirklich. Wie Jesaja warnt, laufen wir oft hinter Wasser und Brot her, die uns nicht sättigen. Der Herr gibt uns die Weisheit, zu erkennen, was uns wirklich leben lässt.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster