21. Mai 2020
Hochfest Christi Himmelfahrt
Jahr A
In Jesus offenbart sich die Gemeinschaft, die zwischen Himmel und Erde besteht. Nun können alle in Gemeinschaft mit Gott sein.
Matthäus erzählt nichts von der Himmelfahrt Jesu, sondern von der Begegnung des Auferstandenen mit den Elf. Sein Auferstandensein wird in der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte erzählt. Sie fordert die Jünger auf, nicht in den Himmel zu starren, sondern auf den Herrn zu warten, denn er „wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen“. Den Jüngern wird die Gabe des Geistes verheißen, die den Jüngern die Kraft geben wird, bis an die Enden der Erde Zeugen des Osterfestes zu sein. Auch bei Matthäus sendet der Auferstandene die Elf aus, um alle Völker zu Jüngern zu machen. Der Aufstieg ist ein Zeichen des universellen Charakters, den die Herrschaft des Auferstandenen annimmt, die dennoch die Herrschaft des Dieners bleibt, desjenigen, der sein Leben hingegeben hat, damit alle das Leben in ihm haben. „Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.“ Die Universalität der Mission gründet auf dieser Gemeinschaft zwischen Himmel und Erde, die durch das Passahfest Jesu erreicht wurde und nun durch die Himmelfahrt offenbart wird. Jesus steigt in den Himmel auf, weil der Vater dort ist, in jenem Himmel, der berührt und von jedem Winkel der Erde aus erfahren werden kann. Er ist nicht in einem Tempel, in einem Volk, in einem Land, in einer Tradition. Er ist überall, und alle sind seine Kinder. Die Jünger müssen bis ans Ende der Welt gehen, denn es gibt keine Erde mehr, keine Person, keine Situation, die nicht ein Ort der Gegenwart und der Gemeinschaft mit dem Vater ist, in Jesus, der für immer und überall bei uns bleibt.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster