8. September 2019
Dreiundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Jahr C
Die Weisheit, die Jesus lehrt, lässt unser Herz sich für die Liebe öffnen und verleiht uns Ausdauer in all unserem Tun.
Weish 9,13-19; Ps 90 (89); Phlm 9b-10.12-17; Lk 14,25-33
An diesem Sonntag laden uns die Lesungen der Messe dazu ein, nach der wahren Weisheit zu leben, die sich von der weltlichen Weisheit fundamental unterscheidet, denn es geht darum, den Willen Gottes zu erkennen. Die beiden Gleichnisse vom Erbauers eines Turms und vom in den Krieg ziehenden König, die beide zuerst berechnen, ob sie die notwendigen Mittel haben, um das von ihnen geplante Vorhaben zu vollenden, klingen vordergründig nach menschlichem Kalkül. Was sich jedoch in dieser Berechnung manifestiert, ist eine andere Weisheit, denn Jesus schließt die beiden Gleichnisse ab und erklärt: „Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ Die eigentliche Berechnung ist nicht, ob man über die notwendigen Mittel verfügt, sondern ob man in der Lage ist, das Vertrauen in sich selbst und in das, was man tun will, aufzugeben, um zu lernen, auf den zu vertrauen, dem wir nachfolgen, wobei die Liebe an erster Stelle steht. Er wird dann allem, was wir tun, das richtige Maß und den wahren Sinn verleihen. Er wird unsern Tun begleiten und unser Herz für die Liebe öffnen. Dies ist das Kreuz, das getragen werden muss: ein größeres Maß an Liebe.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster