6. November 2022

32. Sonntag im Jahreskreis

Jahr C

Liebe und Geduld geben die Fähigkeit, jeden Tag zu sterben, und machen die Zeit zur Morgendämmerung der Auferstehung.

Das Buch der Makkabäer ist in einer Zeit, in der die Treue zum Bund und zur Sitte mit den frommen Traditionen der Väter Verfolgung und Tod ausgesetzt ist, in der Lage, den Glauben Israels zu einer fast beispiellosen Verkündigung der Hoffnung auf die Auferstehung zu bringen. Alles ist möglich und alles ist erträglich, wenn man von Gott die Hoffnung hat, auferweckt zu werden. Der Horizont der Auferstehung, der von den Sadduzäern verspottet wird, die nicht daran glauben, weil sie zufrieden sind und an den Ressourcen eines reichen und bequemen Lebens hängen, ist das, worauf der Herr Jesus hinweist, nicht als ein tröstliches Wunder, sondern als das Siegel einer Beziehung zwischen Mensch und Gott, die, wenn sie echt ist, nur ewig sein kann, da Gott nicht von den Toten, sondern von den Lebenden ist. Alles, was in die österliche Logik Christi eingeht, der uns nach dem Wort des Apostels geliebt hat, kann nicht dem Tod zum Opfer fallen, der nur und ausschließlich das nehmen kann, was unser Egoismus ihm bereits übergeben hat. Die Mutter von sieben Kindern und die Frau von sieben Ehemännern sind Symbole für ein Leben, das dem Tod nicht zum Opfer fallen kann, sondern bereits Teil der ewigen Auferstehung ist. In einer Realität wie der unseren, in der der immer stärker werdende Druck der Globalisierung die Gefahr birgt, die Menschheit zu einer Art kleinstem gemeinsamen Nenner zu verflachen, besteht die Gefahr, dass man sich der Impulse der Originalität jeder Kultur beraubt, die mit einem unveräußerlichen Stück Land verbunden ist, der Vielfalt des Klimas und der Nahrungsmittel, der unterschiedlichen Arten, die Beziehungen zwischen den Menschen zu verstehen und zu leben, Elemente, die in vielfältigen Symbolen und Verwendungen zum Ausdruck kommen. So lädt uns das Wort Gottes ein, nicht – außer in den seltenen Fällen, die das Leben und die Geschichte uns auferlegen – einer Opferhaltung zu widerstehen, sondern eine Haltung der Solidarität und der Bewunderung für die verschiedenen Identitäten einzunehmen, die die Farben und Geschmäcker der Menschheit ausmachen.

Kommentar von d. Michael David, osb Novalesa Abtei

Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster

Pin It on Pinterest

Share This

Questo sito utilizza i cookie per fornire la migliore esperienza di navigazione possibile. Non utilizza cookie per finalità commerciali né fornisce a terzi le informazioni sugli utenti. Continuando a utilizzare questo sito senza modificare le impostazioni dei cookie o cliccando su "Accetta" permetti il loro utilizzo. Per saperne di più sui cookie, clicca su maggiori informazioni

Questo sito utilizza i cookie per fornire la migliore esperienza di navigazione possibile. Continuando a utilizzare questo sito senza modificare le impostazioni dei cookie o cliccando su "Accetta" permetti il loro utilizzo.

Chiudi