15. August 2021
Mariä Aufnahme in den Himmel
Maria geht zu Elisabeth, um ihr die Freudenbotschaft zu bringen, die sie auch mit uns teilt: Der Tod und das Böse sind für immer besiegt.
Maria macht sich sofort auf den Weg, um zu Elisabeth zu gehen und ihr den Freudengruß mitzuteilen, den sie von dem Engel erhalten hat, als er ihr die Geburt Jesu ankündigte. Bei der Begrüßung durch Maria hüpft auch das Kind in Elisabeths Schoß vor Freude. Maria überbringt uns nun ihren Gruß, damit auch wir uns an der gleichen Freude wie sie erfreuen können, an der Freude derer, die wissen, dass sie von der Gnade Gottes erreicht und verwandelt wurden, die alle zu einem neuen Leben ruft. Diese Freude im Licht des Wortes Gottes, das in der Liturgie des heutigen Tages verkündet wird, ist von besonderen Motiven geprägt. Die Offenbarung sagt uns, dass es die Freude der Geburt ist. Hinter dem Bild der gebärenden Frau verbirgt sich ein Text aus Jesaja, der das Gottesvolk Israel mit einer Frau vergleicht, die nur Wind gebiert (vgl. Jes 26,17-18). Unsere Bemühungen, auch wenn sie noch so mühsam und langwierig sind, sind oft nicht zielführend, sie bringen nicht die erhoffte Erlösung, sie schaffen keine neue Menschheit. Doch nun endlich bringt die Frau, die nicht nur die Jungfrau Maria, sondern das ganze Volk Gottes symbolisiert, einen Sohn zur Welt, der dazu bestimmt ist, für immer zu herrschen. Gott wird ihm alle seine Feinde unter die Füße legen, und der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Der Drache der Apokalypse wird uns nicht nur nicht daran hindern können, das Gute zu gebären, sondern wir werden ihn sogar unter unsere Füße legen. Auch wir werden, wie Maria, mit ihrem Sohn für immer herrschen, als Sieger über den Tod und alles Böse.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster