11. Oktober 2020
Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis
Jahr A
Die Ablehnung, die Jesus erfährt, hindert ihn nicht. Er lädt alle Menschen ein bis sich der Hochzeitssaal mit Gästen füllt.
„Jesus erzählte den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes das folgende Gleichnis“, so führt Matthäus den Evangelienabschnitt vom heutigen Sonntag ein, der auf das Gleichnis vom Weinberg vom letzten Sonntag folgt. Die Liturgie hatte am vergangenen Sonntag die letzten Verse ausgelassen, die die Reaktion der Ältesten des Volkes und der Pharisäer beschreiben: Sie versuchten, Jesus gefangenzunehmen, weil sie verstanden hatten, dass er von ihnen sprach. Selbst angesichts dieser hartnäckigen Ablehnung gibt Jesus nicht auf. Er kehrt zurück, um in Gleichnissen zu sprechen, in einer Sprache, mit der er Verständnis vermitteln will, um die Menschen zu bekehren. Jesus offenbart die Haltung des Vaters, die die Ablehnung der Menschen in das Geschenk des Heils verwandelt. Der weggeworfene Stein wird zum Eckstein. Die Ablehnung der ersten Gäste verwandelt sich in eine Einladung, die nun alle erreicht, bis sie den Raum füllt. Die Einladung steht fest und richtet sich an alle. Es ist aber erforderlich, im Brautkleid zur Feier zu erscheinen. Ich glaube nicht, dass das Kleid auf das moralische Verhalten der Gäste anspielt. Böse und Gute werden gleichermaßen eingeladen, wie es in Vers 10 heißt. Es ist vielmehr das Gewand derer, die wissen, dass sie von Gott ungehindert geliebt werden, und so zu einem Zeichen einer unentgeltlichen und unverdienten Liebe für andere werden. Derjenige, der vom Fest ausgeschlossen wird, ist derjenige, der behauptet, dass andere von der Liebe des Vaters ausgeschlossen sind.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster