26. Juli 2020
Siebzehnter Sonntag im Jahreskreis
Jahr A
Wir entdecken einen Schatz oder eine wertvolle Perle, wenn wir verstehen, wie kostbar wir in den Augen Gottes sind, der uns sucht und findet.
In den beiden Gleichnissen aus dem Matthäus-Evangelium wird das Reich Gottes verglichen mit dem Finden eines Schatzes oder einer wertvollen Perle. Der eine findet den Schatz zufällig, der andere findet die Perle nach langem Suchen. Es spielt keine Rolle, ob die Entdeckung zufällig oder das Ergebnis einer langen Anstrengung ist. Entscheidend ist die Reaktion beider auf das Auffinden eines Gutes von immensem Wert. Die Überraschung der Entdeckung geht Hand in Hand mit der Freude über den Fund. Wir begegnen dem Geheimnis Gottes, das wir als kostbar für unser Leben empfinden, genau in dem Moment, in dem wir verstehen, wie kostbar wir selbst für Gott sind: Das ist das Reich Gottes! Der Mann, der auf dem Acker arbeitet, oder der Kaufmann, der auf Perlensuche geht, entdecken das Antlitz Gottes, der uns in Jesus sucht und findet, denn in seinen Augen ist jeder von uns eine unschätzbare Perle, ein Schatz von großem Wert. Wir sind dann eingeladen, sowohl das Antlitz Gottes zu erkennen, der uns sucht und findet, als auch unser Antlitz, das Gott findet, manchmal sogar ohne ihn allzu sehr gesucht zu haben, denn er ist der, der uns zuerst sucht.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster