3. November 2019
Einunddreißigster Sonntag im Jahreskreis
Jahr C
Der Herr ist immer bei uns. Der Tag des Herrn ist für uns der Tag unserer Bekehrung, zu der wir durch sein Erbarmen fähig sind.
Paulus fordert die Thessalonicher zu einem rechten Warten auf die Wiederkunft des Herrn auf. Sie sollen das Kommen des Herrn weder als unmittelbar bevorstehend erwarten, noch sollen sie die Erwartung aufgeben. Es gilt vielmehr zu erkennen, dass der Herr uns sich täglich im unserem Leben offenbart. Die Gegenwart des Herrn in seinem Leben hat auch Zachäus erfahren. Im Lukasevangelium ist Zachäus der letzte Mensch, dem Jesus begegnet, bevor er nach Jerusalem hinaufgeht und die heilige Stadt betritt, womit seine Passion beginnt. Auf diese Weise bietet der Evangelist uns, indem er erzählt, was im Haus dieses Zöllners passiert, den Schlüssel zur Interpretation, um die Passion Jesu zu verstehen: „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ Jesus sucht Zachäus in seinem Haus in Jericho auf, und Zachäus bekehrt sich, um gerettet zu werden. In seiner Todesstunde sucht Jesus, den Schächer am Kreuz zu retten und er bekehrt sich. Die Thessalonicher fragen sich, wann der Tag des Herrn kommt. Die Antwort darauf ist: Der Tag des Herrn ist der Tag der eigenen Bekehrung, an dem wir den Herrn, der uns aufsucht, bei uns einlassen, damit wir gerettet werden. Der Herr hat mit allen Erbarmen, wie es in der Lesung aus dem Buch der Weisheit heißt. Aufgrund dieser Gewissheit können wir auch das Unerwartete vollbringen, wie Zachäus und wie der Schächer am Kreuz.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster