14. April 2019
Palmsonntag
Jahr C
Lukas lädt uns ein, Leiden und Tod Jesu durch die Augen des guten Schächers zu betrachten, der durch die Gemeinschaft mit Jesus erlöst wird: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein!“
Lk 19,28-40; Jes 50,4-7; Phil 2,6-11; Lk 22,14-23,56
An Palmsonntag hören wir dieses Jahr die Passion nach Lukas. Jeder Evangelist hat seinen eigenen Blickwinkel auf das Geschehen auf Golgatha. Lukas lädt uns ein, den Blickwinkel des „guten Schächers“ einzunehmen, „der vielleicht einzigartigsten Figur im ganzen Lukasevangelium“ (P. Tremolada). Lukas zitiert einen Vers aus dem Lied vom leidenden Gottesknecht: „An mir muss sich das Schriftwort erfüllen: Er wurde zu den Verbrechern gerechnet“ (Lk 22,37; vgl. Jes 53,12). Im Vers davor heißt es bei Jesaja: „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.“ Gekreuzigt zwischen zwei Verbrechern, ist Jesus jetzt wirklich unter die Gottlosen gezählt. Er nimmt die Sünde aller auf sich, um uns zu retten. Der erste, der Rettung empfängt, ist der „gute Schächer“. Jesus gibt sich selbst hin, verzichtet darauf, sich selbst zu retten, um andere zu retten. Denn das Heil besteht aus personaler Gemeinschaft mit Jesus: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Die Erlösung liegt im Zusammensein mit Jesus. Uns ist das möglich, weil er sich dazu entschieden hat, bei uns zu sein, auch an Orten, die von Gott entfernt sind, wo Sünde und Tod herrschen.
Kommentar von der Gemeinschaft von Dumenza
Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster