Abbazia
Santa Maria Assunta
di Praglia

TEOLO (PADOVA)

Italien

Gründungsjahr
Anfang des 12. Jahrhunderts

Abt
p. Stefano Visintin

Adresse

Via Abbazia di Praglia, 16
35037 Teolo (PD)

Offizielle Website

www.praglia.it

Eigenschaften

GästehausReisezielProdukte

p. Manel Gasch i Hurios

Gemeinde der Abbazia von Praglia
(2024)

Das Kloster

Praglia liegt am Fuße der Euganeischen Hügel, südwestlich von Padua (Pratalia, Wiesen). Von dem auf Lavagestein erbauten mittelalterlichen Gebäude sind nur noch der Glockenturm (14. Jh.) und wenige Spuren erhalten. Der heutige Komplex aus der zweiten Hälfte des 15. Jh. bzw. Ende des 16. Jh. erstreckt sich auf einer Ost-West-Achse über zwei Stockwerke: das Erdgeschoss mit Arbeits- und Lagerräumen, Durchgängen sowie das erste Obergeschoss mit Wohnräumen, Bereichen für das Gemeinschaftsleben und Gästeherberge. Der mittelalterliche Kreuzgang in der Zeit der Renaissance umgebaut führt zu den Gemeinschaftsräumen. Die Basilika (16. Jh.) beeindruckt durch ihre majestätische Außentreppe. Im Osten wurde 1460 der Doppelkreuzgang mit den Mönchszellen erbaut, im Westen der botanische Kreuzgang. Vom botanischen Kreuzgang gelangt man in den rustikalen Kreuzgang mit dem Gästehaus, der Krankenstation sowie in südlicher Richtung zum eigentlichen landwirtschaftlichen Gebäude, das heute als Tagungszentrum genutzt wird. Auf dem Hügel westlich des Klosters und rund um das Kloster werden seit Jahrhunderten Olivenbäume und Weinreben angebaut. Fünf der 36 Mönche wohnen in anderen Niederlassungen: Venedig, Monte della Madonna und Bangladesch.

Die Geschichte

1107 wird Praglia erstmals erwähnt. Abt und Konvent sind ab 1117 belegt. Gemeinsam mit
Bischof Sinibaldo von Padua gründete Graf Uberto Maltraverso das Kloster auf seinem
Grundbesitz. Praglia erhielt die kluniazensische Observanz vom Kloster Polirone und wurde
bis 1304 von einem dortigen Abt geleitet. Das Hospiz Praglias in Padua (Sant’Urbano) war eng mit der Universität verbunden. Die 1448 durch Abt Cipriano Rinaldini ermöglichte
Mitgliedschaft in der Kongregation Santa Giustina führte im 16. Jh. zu einer Blütezeit. Das
Kloster in abgeschiedener Lage wurde während der napoleonischen Zeit geschlossen und
geplündert. 1834 wurde es vom österreichischen Kaiser Franz I. wiedereröffnet, 1857 der
Provinz Subiaco zugewiesen. 1867 ging Praglia an die neue Kongregation über, als die
italienische Aufhebung die Mönche ins Exil nach Istrien zwang (1947 wurde die
Niederlassung von Daila von den jugoslawischen Kommunisten aufgehoben). 1904 erhielt der Konvent Praglia zurück; eine einzigartige Entwicklung ermöglichte die Wiedereröffnung von Santa Giustina und San Giorgio Maggiore. Das Kloster betreut die Wallfahrt zum Monte della Madonna; eine Bengalische Niederlassung ist mit Praglia verbunden.

Die Aktivitäten

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil von Praglia. Heute produziert der moderne Landwirtschaftsbetrieb vor allem Wein, Essig, Öl und Honig. Die Weine sind typisch für die Euganeischen Hügel. Unsere Schaumweine werden nach benediktinischer Tradition hergestellt. Die Buchrestaurierung bearbeitet Werke aus Papier und Pergament. Die Aufträge werden für öffentliche Einrichtungen sowie Privatpersonen verrichtet. Der Verlag Scritti Monastici widmet sich vor allem der klösterlichen Kultur. Die Bibliothek ist eine staatliche Bibliothek und für alle zugänglich. Die pharmazeutische Tradition der Abtei wird heute durch die Kräuterapotheke und die Kosmetikwerkstatt Apis Euganea fortgesetzt. Die benediktinische Gastfreundschaft zeigt sich im Gästebetrieb, der für Männer und Frauen offensteht. Gerne auch für Exerzitien. Das Konferenzzentrum organisiert kulturelle Veranstaltungen und pflegt dabei einen engen Kontakt zur Region. Durch die Präsenz einer Sternwarte ermöglicht sich ein Austausch mit der Wissenschaft und der Bildungswelt. Die Abtei San Giorgio Maggiore in Venedig beherbergt Ausstellungen zeitgenössischer Künstler und Architekten, um Beziehungen zur Welt der Kunst aufzubauen.

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