13. März 2022

Zweiter Fastensonntag

Jahr C

Kurz gesagt: Gottesbegegnung geschieht in der Stille und Einsamkeit der Nacht: Auf dem Berg und in der Nacht macht Gott uns zu Teilhabern an seinem Geheimnis.

Der verklärte Blick ist genau der einer verliebten Person oder einer Frau, die gerade ihr neugeborenes Kind zur Welt gebracht hat … es ist die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und zu begreifen, was sich andere nicht einmal vorstellen können. Wenn dies die wunderbare Seite der Liebe ist, dann dürfen wir nie vergessen, dass damit, wenn wir uns auf diese Sichtweise einlassen, die die gewohnheitsmäßige Art und Weise widerspiegelt, in der der Allerhöchste uns ansieht und uns ständig verklärt, die Notwendigkeit eines unvermeidlichen Opfers verbunden ist. Für Abram in der Nacht, in der Gott zum Herrn seines Lebens wird, wie für die Jünger in der Nacht, in der sie das Gebet ihres Meisters teilen, ist ein Schritt zu tun, der die Bereitschaft erfordert, die eigene Denkweise und sogar die eigene Angst aufzugeben. Abrams Schrecken drückt am besten aus, wie sehr wir darum ringen, Gott wie eine glühende Flamme durch unser Leben ziehen zu lassen, die unser gesamtes Bedürfnis nach Kontrolle verzehrt. Der Apostel Paulus hält die Tränen nicht zurück, wenn er uns daran erinnert, dass unser Bürgerrecht im Himmel ist und dass unser ganzes Leben darauf wartet, verklärt zu werden, weil wir nicht die Kraft haben zu tun, was wir nur als Geschenk empfangen können. Der Evangelist Lukas vermeidet sorgfältig Begriffe, die zweideutig und zu bezaubernd für die Ohren seiner Leser sein könnten, und zieht es vor zu sagen, dass sich sein Gesicht während des Gebets veränderte, anders wurde. Von Petrus und seinen Gefährten sagt er, dass sie vom Schlaf niedergedrückt wurden. Nur in der Verklärung können wir das Reich Gottes sehen, was bedeutet, die österliche Herrschaft des auferstandenen Jesus anzuerkennen, der das Gesetz und die Propheten auf eine ganz andere Weise erfüllt: im Exodus von uns selbst weg hin zu Gott.

Kommentar von d. Michael David, osb Gemeinschaft von Koinonia de la Visitation

Übersetzung von fr. Daniel Tibi, Abtei Kornelimünster

Pin It on Pinterest

Share This

Questo sito utilizza i cookie per fornire la migliore esperienza di navigazione possibile. Non utilizza cookie per finalità commerciali né fornisce a terzi le informazioni sugli utenti. Continuando a utilizzare questo sito senza modificare le impostazioni dei cookie o cliccando su "Accetta" permetti il loro utilizzo. Per saperne di più sui cookie, clicca su maggiori informazioni

Questo sito utilizza i cookie per fornire la migliore esperienza di navigazione possibile. Continuando a utilizzare questo sito senza modificare le impostazioni dei cookie o cliccando su "Accetta" permetti il loro utilizzo.

Chiudi